Geschichte

Je länger man sich mit der Geschichte der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft von 1790 befasst, desto mehr erkennt man ihre faszinierende Eigenartigkeit. Durch die Monographie von Wolfgang Ilg und durch seinen Ausstellungsführer zur Jubiläumsausstellung (ILG 1984, 1990) sind uns die vorhandenen Unterlagen zur Geschichte der Gesellschaft erschlossen. In Kursiv gesetzte Namen (mit !) verweisen auf Pflanzengattungen, die ihre Namen zu Ehren der genannten Personen erhielten.

Gründung und Aufschwung in der Freien Reichsstadt

Die Regensburgische Botanische Gesellschaft wurde am 14. Mai 1790 durch David Heinrich Hoppe (1760-1846) zusammen mit drei Gleichgesinnten (Ernst Wilhelm Martius, Johann August Stallknecht, Heinrich Christian Funck) an einem Felsen mit einer Höhle am Donauufer unweit von Regensburg gegründet. Die Gründungszeremonie ist in einem zeitgenössischen Stich von 1792 festgehalten. Hoppe verliest auf diesem Bilde seinen Freunden die Statuten der soeben gegründeten Gesellschaft. Die Wahl des Ortes für die Gründungszeremonie hängt mit einer Idee Hoppes zusammen, die ihm anlässlich einer früheren botanischen, von einem Gewitter unterbrochenen Wanderung gekommen war. In der erwähnten Höhle Schutz suchend, wurde ihm der Gedanke zur Gewissheit, in Regensburg eine Botanische Gesellschaft zu gründen. Die Umsetzung der Idee erfolgte am gleichen Orte, der hinfort Schutzfelsen genannt wurde. Bereits zwei Jahre nach der Gründung ließen Freunde Hoppes am Schutzfelsen eine Gedenktafel anbringen, die an das denkwürdige Ereignis erinnert: aus heutiger Sicht in der Tat ein bemerkenswertes Ereignis, denn die Regensburgische Botanische Gesellschaft von 1790 ist die älteste noch bestehende botanische Vereinigung der Welt.
Die Gründung der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft von 1790 erfolgte in einer Stadt mit bedeutender naturwissenschaftlicher Tradition, die ganz wesentlich durch das in der Freien Reichstadt anwesende Bildungsbürgertum, u.a. Ärzte, Apotheker, Geistliche, sowie durch Personen eines politischen Zentrums (Immerwährender Reichstag; Hofhaltung des Adelsgeschlechtes der v. Thurn und Taxis; Residenz eines Fürstbischofes) begründet und getragen wurde. Der Regensburger Apotheker Johann Wilhelm Weinmann (1683-1741; Weinmannia!) hatte hier ein großes Kräuterbuch geschaffen, dessen zahlreichen Bildtafeln mit einem frühen einfachen Farbdruckverfahren hergestellt worden waren.
In diesem Werk wurde erstmals der Regensburger Geißklee bekannt gemacht, der später von Jacob Christian Schaeffer (1718-1790), evangelischer Superintendent in Regensburg, seinen nach der Linneschen Nomenklatur gültigen Namen Cytisus ratisbonensis erhalten hat. Im Gründungsjahr der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft von 1790 verstarb Jacob Christian Schaeffer, der sich als Erfinder (Papierherstellung), Botaniker, Insekten- und Pilzforscher einen Namen gemacht hatte. Hoppe wurde durch den in der französischen Gesandtschaft wirkenden Francois Gabriel de Bray (1765-1832; Braya!) zu seinem Schritt angeregt. Der Arzt Johann Jakob Kohlhaas (1747-1811) war der erste Präsident, Hoppe (Hoppea; Hieracium hoppeanum!) der erste Direktor der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft von 1790. In der napoleonischen Zeit wurde in Regensburg ein Fürstentum etabliert, dessen Haupt, der Fürstbischof Carl von Dalberg (1744-1817; Dalbergaria!) die Regensburgische Botanische Gesellschaft nach Kräften förderte.
An seinem Hofe wirkte Kaspar Graf von Sternberg (1761-1838; Sternbergia!), der als Botaniker (Monographie der Gattung Saxifraga) und als einer der Väter der Erforschung der Pflanzenwelt der Vorzeit sich hervorgetan hat. Auch er war als unermüdlicher Initiator und Mentor von großer Bedeutung für die Gesellschaft. Die Leistungen der jungen Gesellschaft bestanden in dem Aufbau einer botanischen Fachbibliothek (sie umfasste 1805 bereits 216 Titel), in der Begründung eines Herbariums, im Unterhalt eines Botanischen Gartens (seit 1803; Vorläufer seit 1791), in der Verbreitung und Vertiefung botanischer Kenntnisse besonders unter Apothekern, in der Stellung von Preisaufgaben (seit 1791) und in der Herausgabe einer botanischen Fachzeitschrift (Vorläufer Hoppes Botanisches Taschenbuch; 1792 "Schriften der Regensburgischen botanischen Gesellschaft", diese weitergeführt unter wechselnden Titeln: z.B. Botanische Zeitung 1802-1807; Allgemeine Botanische Bibliothek 1802).

Blütezeit im Königreich Bayern

Mit der Begründung der Zeitschrift Flora 1818 trat die Gesellschaft in ihre Blütezeit ein. Diese älteste Fachzeitschrift für Botanik der Welt, die auch heute noch besteht, verschaffte der Gesellschaft eine Art Monopolstellung im botanischen Publikationswesen der damaligen Zeit (heute würde man von einer Art Medienmonopol sprechen). Die überragende Geltung der Gesellschaft in der botanischen Fachwelt verdankte sie der ständigen Fürsprache ihrer in gehobenen Kreisen etablierten und am bayerischen Königshofe verkehrenden Präsidenten Francois Gabriel Graf von Bray (seit 1799 kgl. Bayer. Gesandter; Präsident 1811-1832) und Carl Friedrich Philipp v. Martius (1794-1868; Präsident 1840-1868; Martiusia!).
Carl Friedrich Philipp v. Martius, Sohn des Mitbegründers der Regensburgischen Gesellschaft, war Professor der Botanik und Direktor des Botanischen Gartens in München, später Sekretär der naturwissenschaftlich-mathematischen Klasse der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Als junger Mann nahm er an einer vom Bayerischen Kronprinzen und späteren König Maximilian II. finanzierten dreijährigen Forschungsreise nach Brasilien (Flora Brasiliensis!) teil. Martius setzte nun, wie vorher schon Bray, seine weitreichenden Verbindungen zur Förderung der Botanischen Gesellschaft ein, die sich in der Zeit der Monarchie in Bayern Königliche Bayerische Botanische Gesellschaft Regensburg nennen durfte. Dank der Bekanntschaft von Martius zu Johann Wolfgang v. Goethe und unter Vermittlung von Graf Sternberg konnte dieser überragende Geist als Ehrenmitglied der Regensburischen Botanischen Gesellschaft (1821) gewonnen werden. Außer ihm zählten Alexander v. Humboldt (1828), Justus v. Liebig (1840), Adalbert v. Chamisso (1824) und mehrere gekrönte Häupter, darunter Maximilian II., König von Bayern (1840), Friedrich August, König von Sachsen (1841), Ferdinand II., König von Portugal (1841) zu den Mitgliedern der Gesellschaft. Vom Geologen Carl Wilhelm von Gümbel (Mitglied seit 1859) stammt die Bezeichnung Schutzfelsschichten für die ältesten Kreideablagerungen, deren Typuslokalität am Felsen liegt, auf dem die Botanische Gesellschaft gegründet wurde.
Vertraten Bray und Martius die Regensburgische Botanische Gesellschaft in glänzender Weise nach außen, so geschah die Arbeit vor Ort durch August Emanuel Fürnrohr (1804-1861; Fuernrohria!),
der von 1846 bis zu seinem Tode Direktor (entspricht heute dem 1. Vorsitzenden) der Gesellschaft war, und zuvor schon als Gehilfe Hoppes einen Großteil der laufenden Arbeiten verrichtet hatte, von denen die Herausgabe der Flora wohl die größte Bürde war. Seine Naturhistorische Topographie von Regensburg ist ein umfassendes Verzeichnis aller Naturerscheinungen (Astronomie, Meteorologie, Zoologie, Botanik, Mineralogie, Bodenverhältnisse) der Umgebung und unter seiner Leitung auch eine Gemeinschaftsleistung von Mitgliedern der Botanischen Gesellschaft. In der Blütezeit der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft wurden deren Attribute, also besonders die Bibliothek, das Herbarium und der Botanische Garten gepflegt und sehr wesentlich erweitert. Viele der als Mitglieder hohen Standes Aufgenommenen ließen der Botanischen Gesellschaft wertvolle Werke als Geschenke für die Bibliothek zukommen. So schenkten Martius anlässlich seiner Übernahme der Präsidentschaft über die Botanische Gesellschaft sein monumentales Werk über die Palmen (A. v. Humboldt: "so lange man Palmen kennt und nennt wird der Name Martius nicht vergessen sein") und schon 1805 die Kaiserin Josephine von Frankreich zwei (von insgesamt 8) Bände des Prachtwerkes von Redouté "Les Liliacées". Neben der Flora gab die Gesellschaft seit 1815 ihre Denkschriften heraus, innerhalb derer schon 1861 die erste und bisher einzige Flechtenflora Bayerns von A. von Krempelhuber erschienen ist.

Die Zeit vor, in und zwischen den beiden Weltkriegen

Schwierige Zeiten setzten für die Regensburgische Botanische Gesellschaft offenbar schon weit vor Beginn der beiden Weltkriege ein. Dies lässt sich u.a. an den abnehmenden Mitgliederzahlen nach einem mit der Zahl von 516 erreichten Höchststand im Jahre 1841 ablesen; nämlich 1874: 425, 1898: 89, 1954: 40. Insgesamt schien man in dem vom Verlust der Reichsfreiheit auf lange Zeit schwer gezeichnetem Regensburg nicht über das notwendige Potential an interessierten und zur Mitarbeit befähigten und willigen Personen zu verfügen, um die Regensburgische Botanische Gesellschaft in ihrer alten Stärke und dem früheren Glanze weiterzuführen. Mit dem Tode von Martius 1868 – seit diesem Jahr wurde die Position eines Präsidenten auch nie mehr besetzt – fehlte es an der hilfreichen Fürsprache in München, die nach dem frühen Tode des den Wissenschaften zugeneigten Königs Maximilian II. 1864 unter seinem eher den Künsten gewogenen Nachfolger König Ludwig II. ohnehin schwerer als früher zu greifbaren Ergebnissen hätte führen können. Vollends erschwert wurde die Lage der Gesellschaft in den Wirren von Revolution, Inflation und dem durch zwei Weltkriege bewirkten Desaster vergeudeter volkswirtschaftlicher Ressourcen, hohen Zolls an unersetzlichen Menschenleben und gebrochener Wirtschaftskraft. Regensburg geriet in eine zunehmend schwierige Lage.

Bis 1888 konnte die Zeitschrift Flora noch von der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft aus eigener Kraft herausgegeben werden. Dies war vor allem dem Einsatz der beiden Vorsitzenden nach August Emanuel Fürnrohr zu verdanken, nämlich Gottlieb August Herrich-Schäffer (Vorsitzender: 1861-1871) und Jakob Singer (Vorsitzender: 1871-1890). Singer war es aufgegeben, den Weiterbestand der Flora durch eine angemessene neue Lösung sicherzustellen. Die Regensburgische Botanische Gesellschaft war jedenfalls überfordert, diese Aufgabe weiterhin zu tragen. So ging dann die Flora in die Obhut des zunächst in Marburg, dann in München wirkenden Karl v. Goebel über; seit 1906 wird die Flora durch den Fischer-Verlag in Jena verlegt.
Als neue Aufgabe widmete sich die Gesellschaft unter ihrem Vorsitzenden Ottmar Hofmann (Vorsitz 1891-1900) auf Anregung von Julius Poeverlein (gestorben 1930) der Herausgabe der Flora Exsiccata Bavarica, einer in begrenzter Auflage, von 1898 bis 1930 verteilten Sammlung getrockneter Pflanzen (Gefäßpflanzen, Moose) in Bayern.
Von 1911 bis 1920 veröffentlichte Ignaz Familler die bis heute einzige Moosflora Bayerns in den Denkschriften der Botanischen Gesellschaft und Konrad Rubner 1908 eine Monographie der bayerischen Weidenröschen.
Eine andere beispielhafte Aktivität fiel ebenfalls in die Zeit von Heinrich Karl August Fürnrohr als Vorsitzendem (1900-1916): die Sicherung wertvoller Gebiete zur Verwirklichung des gerade aufkeimenden Naturschutzgedankens. Dadurch kam der Drabafelsen bei Etterzhausen (1905), der Schutzfelsen (1906) und der botanisch wertvollste Teil des Sippenauer Moores (1911) in den Besitz der Gesellschaft. Den Ankauf des letzteren hatte Sebastian Killermann mit auf den Weg zu bringen geholfen. Nach dem Tode Fürnrohrs hat Sebastian Killermann über 40 Jahre hinweg (Vorsitzender: 1916-1956) die Geschicke der klein und bescheiden gewordenen Regensburgischen Botanischen Gesellschaft in seine Hände genommen.
Sein großes Verdienst ist es, die vom völligen Absterben bedrohte Gesellschaft über außerordentlich schwierige Zeiten hinweg (zwei Weltkriege, Inflation) gerettet zu haben. Waren mit Krempelhuber die Flechten Bayerns, mit Familler die Moose Bayerns, sowie mit Mayer (Anton Mayer) verschiedene Gruppen von Kieselalgen Bayerns zusammenfassend dargestellt worden, hat Killermann ab 1922 bis 1946 (Nachtrag 1955) in den Denkschriften seine "Pilze aus Bayern" publiziert. Der Druck der Denkschriften wurde teilweise finanziert durch Verkauf aus den Beständen der Bibliothek zum Altpapierpreis (Akademieschriften und Arbeiten nichtbotanischen Inhaltes). Es steht uns angesichts der Verdienste Killermanns um das Fortbestehen der Gesellschaft nicht zu, hieran wie auch an der von ihm veranlassten bedauerlichen Säuberung des Herbariums Kritik zu üben. Die Nachkommenden sollten allerdings daraus lernen, sich auch in Notzeiten möglichst nicht von Teilen der im Laufe der Geschichte angewachsenen Bestände zu trennen, mag dies in extremen Notsituationen vielleicht auch nicht immer zu umgehen sein.

In der Obhut der Universität Regensburg

Als nach dem Tode von Killermann die Leitung der Botanischen Gesellschaft von Otto Mergenthaler (Vorsitzender: 1956-1974; Ehrenvorsitzender 1974-2001) übernommen wurde, zeichnete sich schon ab, dass die Bemühungen Regensburgs nicht zuletzt dank des beständigen Drängens seitens eines schon vorher gegründeten Vereins der Freunde der Universität um den Zuschlag der 4. Landesuniversität Erfolg haben könnten. Damit verbunden war die Hoffnung, unter Eingliederung der Bibliothek und des Herbariums in die Universität wertvolle Impulse und Unterstützung für ein Wiederaufleben der Botanischen Gesellschaft zu erhalten. Zunächst aber musste eine lange Zeit des Wartens überbrückt und gestaltet werden. Mergenthaler gelang es, vom Bezirk der Regierung der Oberpfalz, vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie von der Stadt Regensburg regelmäßig zugewiesene Zuschüsse, besonders für die Herausgabe der Denkschriften, später Hoppea genannt, zu erhalten. Damit war die Grundlage für einen Ausbau der Fachzeitschrift als regelmäßiges Publikationsorgan und als Bindeglied zwischen den ortsansässigen Mitgliedern und externen Fachleuten gelegt. Auch hat er Verbindungen geknüpft oder wiederhergestellt zum Botanischen Arbeitskreis der Naturhistorischen Gesellschaft in Nürnberg (Konrad Gauckler, Universität Erlangen) und zur Bayerischen Botanischen Gesellschaft in München (Herrman Merxmüller und Josef Poelt, Botanische Staatssammlung). Die Tradition der Gemeinschaftsexkursionen mit der Münchener Gesellschaft wurde 1958 begründet. Anerkennung für die Gesellschaft konnte Mergenthaler nicht zuletzt auch durch seine intensive Naturschutzarbeit und durch seine gewichtige Beteiligung an der Floristischen Kartierung erzielen.
Mit der Übernahme eines Lehrstuhles für Botanik an der Universität Regensburg durch Andreas Bresinsky (Vorsitzender: 1974-1999; danach Ehrenvorsitzender) war diesem auch die Aufgabe zugefallen, für eine gedeihliche Fortentwicklung der Gesellschaft unter Anbindung an die Universität zu sorgen. Bibliothek und Herbarium wurden als Dauerleihgaben an die Universität überstellt. Ein Angebot mit attraktiven Vorträgen, seit vielen Jahren im Haus der Begegnung der Universität angeboten, sorgte nunmehr dafür, dass die Mitglieder, nicht nur aus dem näheren Umfeld von Regensburg sich regelmäßig trafen, und auch Angehörige der Universität sich einfanden (Haus der Begegnung!). Aus der Studentenschaft der Universität wurden viele junge Leute an die Gesellschaft gebunden. Peter Schönfelder (Universität Regensburg) übernahm die Redaktion der Hoppea. So wurden Mitglieder und Tauschpartner (die Abwicklung des Tauschverkehrs hat die Universität übernommen) regelmäßig mit der Fachzeitschrift der Gesellschaft beliefert. Auf diese Weise gelang es, die Mitgliederzahl ständig zu steigern. Sie erreicht mit etwa 600 Mitgliedern seit 1999 einen neuen Höchststand, der sogar denjenigen von 1841 in der Blütezeit der Gesellschaft übertrifft.
Durch großherzige Zuwendungen, die Edith Patzig und Janna v. Bary der Gesellschaft zukommen ließen, wurde die Edith-Patzig-Stiftung begründet und ein Anton-de-Bary-Zimmer in den von der Botanischen Gesellschaft genutzten Räumen im Fürstlichen Schloss Thurn und Taxis eingerichtet. Die Botanische Gesellschaft begründete eine Anton-de-Bary-Siftung zur Auszeichnung hervorragender Arbeiten auf den Gebieten der Pflanzensystematik einschließlich der Mykologie (Erweiterung auf Mykologie dank Initiative und Zuwendung von Hans Peter Molitoris, Universität Regensburg); damit knüpfte die Gesellschaft an die alte Tradition der Preisvergabe wieder an. Ein bisher noch nicht erwähntes Attribut der Gesellschaft ist das seit 1790 geführte Archiv der Gesellschaft mit vielen Autographen bedeutender Botaniker; es wurde als Bestandteil der Gesellschaftsbibliothek der Universität zur Aufbewahrung übergeben. Das Archiv wird ergänzt durch eine Ikonothek mit Portraits von Botanikern, sowie eine Sonderdrucksammlung und zahlreiche Bücher zur Geschichte der Botanik aus der Sammlung Karl Mägdefrau, die von ihm der Gesellschaft vermacht worden sind. Im Rahmen ihrer Naturschutzarbeit hat die Gesellschaft ein neues Schutzgebiet (1979, Feuchtgebiet bei Rettenbach) angekauft und mehrere Erweiterungskäufe (u.a. 1991 Zukauf der noch nicht im Besitz der Gesellschaft befindlichen größeren Restfläche im Sippenauer Moor) getätigt. Die letzten Jahre (spätestens seit 1997) sind überschattet durch eine unbestrittene Beeinträchtigung des Sippenauer Moores infolge des Abpumpens von Karstwasser durch ein benachbartes Kalkwerk. Im Zuge einer Rechtsauseinandersetzung hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (22. Senat) es der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft auferlegt, 1/3 der Kosten eines Fachgutachtens, welches die Einflussnahme des Kalkwerkes belegt, zu tragen. Durch diese gewaltige finanzielle Belastung (33.000 €, zusätzlich zu den Kosten der eigenen Rechtsvertretung) sind die Kräfte der Gesellschaft für ihre zahlreichen Aktivitäten wesentlich eingeschränkt, wenn sich nicht daraus gar eine existentielle Gefährdung ergeben wird. Die in einem außergerichtlichen Vergleich unter Druck von außen vereinbarten Stützungsmaßnahmen für das Sippenauer Moor werden kaum in der Lage sein, die eingetretenen Schäden auszugleichen.

Literatur

BRESINSKY, A. (1981): Die Regensburgische Botanische Gesellschaft und die Wurzeln ihres Entstehens im 18. Jahrhundert. – Schriften der Universität Regensburg 4: 101-130.

BRESINSKY, A. (1991): Zweihundert Jahre Botanische Gesellschaft in Regensburg. – Regensburger Almanach 1991: 154-165.

BRESINSKY, A. (1993): FLORA – die älteste wissenschaftliche Zeitschrift für Botanik unter dem Wechsel ihrer Gestalter. – Flora 188: 5-14.

ILG, W. (1984): Die Regensburgische Botanische Gesellschaft. – Hoppea, Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 42: 1-391.

ILG, W. (1990): Geschichte der Botanik in Regensburg – Katalog zur Ausstellung in den Museen der Stadt Regensburg, 14 Juli bis 7. Oktober 1990. – Hoppea, Denkschr. Regensb. Bot. Ges. 48: 1-120.

Zusammenfassung in Daten und Fakten

1790

Gründung (14. Mai) durch David Heinrich Hoppe zusammen mit einigen Gleichgesinnten auf dem Schutzfelsen bei Regensburg als älteste noch bestehende botanische Gesellschaft der Welt. Bedeutende Persönlichkeiten als Mitglieder in der frühen Zeit u.a.: Kurfürst Carl Theodor v. Dalberg, Kaspar Graf v. Sternberg, Francois Gabriel de Bray.

1791

Einrichtung von Bibliothek und Herbarium.
Erstmalige Vergabe eines Preises für eine hervorragende botanische Arbeit (an Johann, Christoph Ebermaier: Über die nothwendige Verbindung der systematischen Pflanzenkunde mit der Pharmacie....). Weitere Zuerkennungen von Preisen 1803, 1831, 1840, 1996, 1998, 2001.

1792

Veröffentlichung eines ersten Bandes von Gesellschaftsschriften, später fortgeführt als Denkschriften und Hoppea (bis jetzt 62 Bände).

1803

Einrichtung eines Botanischen Gartens. Verschiedene Verlegungen; 1855 wird der Botanische Garten der Gesellschaft aufgelassen. 1980 Botanischer Versuchs- und Lehrgarten der Universität . Vorgänger aller Botanischen Gärten in Regensburg der Oberndorffer Garten (1604).

1818

Begründung der Zeitschrift Flora (bis 1888 von der Gesellschaft herausgegeben); älteste noch heute bestehende Botanik-Zeitschrift der Welt.

1821

Goethe wird Mitglied.

1841

Zu den Mitgliedern zählen u.a. Alexander v. Humboldt, Adalbert v. Chamisso, Justus von Liebig, Maximilian II. König von Bayern, Friedrich August König von Sachsen, Ferdinand II. König von Portugal u.a.

1898

Flora Exsiccata Bavarica (bis 1930) als Sammlung getrockneter Pflanzen (Gefäßpflanzen, Moose) Bayerns in begrenzter Auflage verteilt.

1905

Erwerb des ersten Grundstückes (Drabafelsen bei Etterzhausen) zum Zwecke des Naturschutzes . Bis 1911 (Sippenauer Moor) Kauf dreier weiterer Flächen, 1974 eines vierten Grundstück. Seit 1987 verschiedene Erweiterungskäufe (u.a. 1991 gesamte Restfläche im Sippenauer Moor).

1974

Die Gesellschaft kommt unter die Obhut der Universität (Lehrstuhl für Botanik; Zentralbibliothek). Ihre Leitung wird von 1974-1999 von Andreas Bresinsky wahrgenommen. Peter Schönfelder übernimmt die Redaktion der Hoppea ab Band 33. Überstellung der Bibliothek der Gesellschaft als Dauerleihgabe an die Universität Regensburg.

1977

Überstellung des Herbariums der Gesellschaft als Dauerleihgabe an die Universität Regensburg.

1984

Überstellung des seit 1790 geführten Archivs der Gesellschaft als Dauerleihgabe an die Universität Regensburg nach Abschluss der Monographie von Wolfgang Ilg über die Geschichte der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft (Hoppea 42). Später ergänzt durch Sammlung von Briefen, größtenteils Autographen (Korrespondenz mit Mitgliedern und Botanikern seit 1790), sowie durch Botaniker-Ikonothek, Sonderdrucke und Werke zur Geschichte der Botanik aus dem Vermächtnis von Karl Mägdefrau.

1990

Begründung einer Stiftung zur Förderung der Botanischen Gesellschaft aus dem Vermächtnis von Edith Patzig.
Einrichtung des Anton-de-Bary-Raumes als Vermächtnis der Familie von Bary, Deisenhofen. 200-Jahrfeier der Gesellschaft. Widmung des im gleichen Jahre erschienen Bayerischen Florenatlasses diesem Ereignis (zugleich zum 100- jährigen Jubiläum der Bayerischen Botanischen Gesellschaft). Anlässlich des Jubiläums der Gesellschaft Durchführung der Tagung der Deutschen Botanischen Gesellschaft und des IV. Internationalen Mykologenkongresses in Regensburg. Gestaltung eines umfangreichen Festprogrammes mit Ausstellungen und Vorträgen.

1993

Einrichtung einer Stiftung zur Verleihung eines Anton-de-Bary-Preises zur Würdigung hervorragender Leistungen auf den Gebieten der Pflanzensystematik und Mykologie. Erhöhung des Stiftungsvermögens durch Janna v. Bary und Hans Peter Molitoris.
Begründung der Reihe Regensburger Mykologische Schriften . Bis 2002 10 Bände erschienen (Schriftleiter Andreas Bresinsky und Helmut Besl).

2001

Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes (22. Senat), dass die Regensburgische Botanische Gesellschaft 1/3 der Kosten eines Fachgutachtens zu tragen hat, welches die unbestrittenen Einflüsse der Karstwasserabsenkung durch ein benachbartes Kalkwerk auf das Naturschutzgebiet Sippenauer Moor untersucht. Mit dieser beträchtlichen Kostenbürde (33.000 €) wird die Gesellschaft existentiell gefährdet und werden ihr die Hände für weiteres Eintreten zum Schutz des Moores gebunden.

2006

Mit der auf der Hauptversammlung vom 06.02.2006 beschlossenen neuen Satzung wird der Gesellschaftsname in "Regensburgische Botanische Gesellschaft von 1790 e.V." geändert.

Präsidenten
1790-1811 Johann Jakob Kohlhaas
1811-1832 Francois Gabriel de Bray
1840-1868 Carl Friedrich Philipp v. Martius
Ehrenvorsitzende
1974-2001 Otto Mergenthaler
seit 1999 Andreas Bresinsky
Direktoren/Vorsitzende
1812-1846 David Heinrich Hoppe
1846-1861 August Emanuel Fürnrohr
1861-1871 Gottlieb August Herrich-Schäffer
1871-1890 Jakob Singer
1891-1900 Ottmar Hofmann
1900-1916 Heinrich Karl August Fürnrohr
1916-1956 Sebastian Killermann
1956-1974 Otto Mergenthaler
1974-1999 Andreas Bresinsky
1999-2007 Anton Schmidt
seit 2007 Peter Poschlod
Schriftleitung der Flora (bis 1888)
1818-1834 David Heinrich Hoppe
1834-1842 David Heinrich Hoppe und August Emanuel Fürnrohr
1842-1861 August Emanuel Fürnrohr
1861-1871 Gottlieb August Herrich-Schäffer
1871-1888 Jakob Singer
Danach Loslösung von der Gesellschaft und Redaktion durch Karl v. Goebel, Otto Renner u.a.
Schriftleitung der Denkschriften/Hoppea
bis 1900 David Heinrich Hoppe, Jakob Singer etc. (bis Band 7)
1900-1916 Heinrich Karl August Fürnrohr (bis Band 12)
1916-1956 Sebastian Killermann (bis Band 24)
1956-1974 Otto Mergenthaler, z.T. auch Ludwig Neumayr (bis Band 32)
1974-2005 Peter Schönfelder (bis Band 65)
2005-2007 Oliver Dürhammer (bis Band 67)
seit 2007 Jürgen Klotz

Vorstand

Ehrenvorsitzender,
Schriftleiter Mykologische
Schriften

Prof. em. Dr. Andreas Bresinsky, Am Katzenbichel 22, 93161 Sinzing
abresinsky@t-online.de

1. Vorsitzender

Prof. Dr. Peter Poschlod, Lehrstuhl für Botanik, 93040 Regensburg
botanische.gesellschaft@ur.de

2. Vorsitzender

Prof. Dr. Christoph Reisch, Lehrstuhl für Botanik, 93040 Regensburg
christoph.reisch@ur.de

Rechnungsführerin

Simone Tausch, Rotteneckstraße 20, 93053 Regensburg
simone.tausch@ur.de

Schriftführer,
Bayerischer Wald

Wolfgang Diewald, Stephanusweg 4, 94315 Straubing
diewald-botanik@t-online.de

Schriftleiter Hoppea,
Mitgliederverwaltung

Jürgen Klotz, Lehrstuhl für Botanik, 93040 Regensburg
juergen.klotz@ur.de

Schriftleiter Regensb.
Mykol. Schr.

Prof. em. Dr. A. Bresinsky (Adresse s. o.)
Dr. Josef Simmel, Aign 1, 94360 Mitterfels
josef.simmel@ur.de

Archiv

Prof. Dr. Wolfgang Ilg, Hans-Lantzenberg-Str. 18, 88316 Isny im Allgäu
wolfgang.ilg@ur.de

Website

Leipold Martin, Rotteneckstraße 20, 93053 Regensburg
martin.leipold@ur.de

Moose und Flechten

Dr. Oliver Dürhammer, Am Schlagteil 23, 93080 Pentling
oli@dueroli.de

Mykologie

Helmut Zitzmann, Turlweg 53, 93138 Lappersdorf
helmut.zitzmann@t-online.de

Schutzgebiete

Martin Scheuerer, Peter-Rosegger-Str. 10, 93152 Nittendorf
martin.scheuerer@t-online.de

Oberpfalz

Jürgen Klotz, Lehrstuhl für Botanik, 93040 Regensburg
juergen.klotz@ur.de

Niederbayern

Dr. Willy Zahlheimer, Freinberger Str. 11, 94032 Passau
willy@zahlheimer.eu

Nachwuchsförderung


Kassenprüfer

Ernst Wöhrle, Laubbergweg 15, 93073 Neutraubling und
Arnold Penzkofer, Bergstr. 56, 93138 Lappersdorf-Kareth

Satzung

Satzung für die Regensburgische Botanische Gesellschaft von 1790 e. V.
Beschlossen auf der Hauptversammlung am 6. Februar 2006
Geändert auf den Hauptversammlungen vom 5. Februar 2007 und 9. Februar 2009

Geleitwort: Contemplemur et admiremur

Satzung

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Name der Gesellschaft ist „Regensburgische Botanische Gesellschaft von 1790 e. V.“

Die Regensburgische Botanische Gesellschaft, später auch „Königlich Bayerische Botanische Gesellschaft zu Regensburg“, wurde am 14. Mai 1790 gegründet.

Sie ist seit dem 18. Dezember 1906 eingetragener Verein im Vereinsregister des Amtsgerichtes Regensburg.

Der Sitz der Gesellschaft ist Regensburg.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Ziele der Gesellschaft

1. Ziele der Gesellschaft sind:

  • Die Botanik und Mykologie, insbesondere in den Teilgebieten Systematik,
  • Geobotanik und Wissenschaftsgeschichte, zu pflegen und zu fördern.
  • Die gesamte Pflanzen- und Pilzwelt, insbesondere der engeren Heimat, zu erforschen.
  • Den Naturschutz, besonders den Artenschutz, den Schutz der Lebensgemeinschaften und Lebensräume zu unterstützen.
  • Die Wissensvermittlung in allen Teilgebieten.

2. Zur Erreichung dieser Ziele dienen:

  • Vortragsveranstaltungen und Exkursionen.
  • Herausgabe von Veröffentlichungen.
  • Bibliothek und Archiv der Gesellschaft.
  • Botanische Sammlungen der Gesellschaft.
  • Erwerb und Pflege von Schutzgebieten.
  • Begründung von Stiftungen.
  • Mitarbeit bei Aufgaben des Natur- und Landschaftsschutzes.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen verschiedener Art.
  • Erteilung von wissenschaftlichen Auskünften und Ratschlägen.
  • Bildung und Öffentlichkeitsarbeit.
Zur Erfüllung dieser Aufgaben können Arbeitsgruppen (Sektionen) gebildet werden.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung und nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche.

Mittel der Gesellschaft dürfen nur für satzungsgemäße Ziele verwendet werden.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.

Für vom geschäftsführenden Vorstand beschlossene Sonderaufgaben, insbesondere die Erstellung der HOPPEA, kann eine vom Arbeitszeitaufwand und vom Schwierigkeitsgrad abhängige Aufwandsentschädigung gewährt werden, deren Höhe der geschäftsführende Vorstand jeweils bestimmt.

§ 4 Mitgliedschaft

Ordentliche Mitglieder können natürliche oder juristische Personen werden, die Interesse an der Arbeit der Gesellschaft zeigen sowie die Ziele der Gesellschaft durch Mitarbeit oder sonstige Förderung unterstützen.

Ordentliche Mitglieder, die juristische Personen sind, üben ihre Mitgliedsrechte durch einen gesetzlichen Vertreter aus.

Die Aufnahmeanträge neuer Mitglieder sind an den geschäftsführenden Vorstand zu richten.

Zu Ehrenmitgliedern können durch Beschluss der Mitgliederversammlung Personen ernannt werden, die sich um die Gesellschaft oder deren Ziele besonders verdient gemacht haben.

Die Mitgliedschaft endet durch:

  • Tod.
  • Austritt. Dieser muss schriftlich erklärt werden, und zwar unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten zum Ende des Kalenderjahres.
  • Ausschluss. Diesen kann die Mitgliederversammlung beschließen, wenn ein Mitglied schuldhaft gegen die Interessen der Gesellschaft handelt.

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder

  • haben Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung und das Recht auf Antragstellung;
  • sind berechtigt an den Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen;
  • haben das Recht, die Bücherei und die Sammlungen der Gesellschaft zu benützen. Für die Benützung der Bücherei und des Herbariums gelten die mit der Universität Regensburg getroffenen Vereinbarungen vom 17.4.1974 bzw. 5.4.1977 mit den darin festgelegten Rechten der Mitglieder;
  • sind verpflichtet, die Ziele der Satzung zu vertreten und an der Erreichung der Ziele der Gesellschaft mitzuarbeiten;
  • sind gehalten, eine der periodisch erscheinenden Veröffentlichungen zum Mitgliederpreis zu beziehen.

§ 6 Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind:

  • der geschäftsführende Vorstand,
  • der Beirat,
  • der Gesamtvorstand,
  • die Mitgliederversammlung.

§ 7 Der geschäftsführende Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus:

  • dem Ersten Vorsitzenden,
  • dem Zweiten Vorsitzenden,
  • dem Schriftführer,
  • dem Rechnungsführer.

Die Gesellschaft wird im Sinne des § 26 BGB durch den Ersten oder Zweiten Vorsitzenden vertreten. Beide sind einzelvertretungsberechtigt.

Der geschäftsführende Vorstand ist für die Angelegenheiten der Gesellschaft zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Gesellschaftsorgan zugewiesen sind.

Es sind vor allem folgende Aufgaben:

  • Vorbereitung und Einberufung von Mitgliederversammlungen sowie Festlegung deren Tagesordnung.
  • Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
  • Aufstellung des Haushaltsplanes, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes.
  • Erstellen des Veranstaltungsprogramms.

Der geschäftsführende Vorstand nimmt seine Aufgabe im Benehmen mit dem Beirat wahr.

§ 8 Beirat

Der Beirat besteht aus bis zu 15 Mitgliedern. Er hat die Aufgabe, den geschäftsführenden Vorstand der Gesellschaft zu beraten.

Zum Beirat gehören:

  • die federführenden Mitglieder der Schriftleitungen für die Veröffentlichungen der Gesellschaft,
  • die Beauftragten für besondere Aufgaben (z. B. Sammlungen, Archiv, Schutzgebiete, ausgewählte Landschaftsräume),
  • je ein Vertreter der Arbeitsgruppen (Sektionen).

§ 9 Gesamtvorstand

Der Gesamtvorstand setzt sich zusammen aus:

  • dem geschäftsführenden Vorstand,
  • dem Beirat,
  • den Ehrenvorsitzenden.

Der Gesamtvorstand

  • wird mindestens einmal im Jahr vom Ersten Vorsitzenden einberufen;
  • entscheidet über Erwerb oder Veräußerung von beweglichem Eigentum;
  • entscheidet über Erwerb oder Tausch von unbeweglichem Eigentum;
  • entscheidet über die Verwendung von Stiftungsmitteln, soweit in den Stiftungs-Richtlinien nichts anderes geregelt ist.

Bei Beschlussfassung im Gesamtvorstand gibt bei Stimmengleichheit die Stimme des Ersten Vorsitzenden den Ausschlag. Ehrenvorsitzende sind nur beratend tätig und haben kein Stimmrecht.

Die Mitglieder des Gesamtvorstandes, ausgenommen die Ehrenvorsitzenden, werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 5 Jahren gewählt. Scheidet ein Mitglied des Gesamtvorstandes während der Amtsdauer aus, so ergänzt sich die Vorstandschaft durch Zuwahl.

§ 10 Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlungen finden statt, wenn das Interesse der Gesellschaft es erfordert, jedoch mindestens einmal im Jahr.

Die ordentliche Mitgliederversammlung (Hauptversammlung) wird vom Vorsitzenden schriftlich unter Angabe der Tagesordnung und unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen einberufen.

Sie ist zuständig für die:

  • Entgegennahme des Jahresberichtes und der Jahresabrechnung.
  • Entlastung der Mitglieder des Gesamtvorstandes.
  • Wahl der Mitglieder des Gesamtvorstandes.
  • Wahl des Kassenprüfers und seines Stellvertreters.
  • Veräußerung von unbeweglichem Eigentum der Gesellschaft.
  • Entgegennahme des Berichtes über die Verwendung von Stiftungsmitteln.
  • Beschlussfassung über Anträge an die Mitgliederversammlung.
  • Entscheidung über die Aufnahmeanträge neuer Mitglieder.
  • Ernennung von Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitgliedern.
  • Entscheidung über Verlust der Mitgliedschaft.
  • Änderung der Satzung.
  • Auflösung der Gesellschaft.

Die Mitgliederversammlung kann die Erhebung eines Jahresbeitrages beschließen.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen:

  • auf Beschluss des Gesamtvorstandes;
  • auf schriftlichen, unter Angabe der Gründe gestellten Antrag von mindestens dem zehnten Teil der Mitglieder.

Sie unterliegt den gleichen Regeln wie eine ordentliche Mitgliederversammlung.

§ 11 Beschlussfassung

Stimmberechtigt in der Mitgliederversammlung sind alle anwesenden ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder.

Beschlüsse über Sachfragen:

  • werden mit der einfachen Mehrheit der Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, der die Versammlung leitet.

Beschlüsse über Personalfragen:

  • Die Wahl erfolgt in der Regel schriftlich. Sie kann durch Handzeichen erfolgen, wenn alle anwesenden stimmberechtigten Mitglieder einverstanden sind.
  • Zur Gültigkeit der Wahl entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Satzungsänderungen sowie die Erhebung eines Jahresbeitrages können nur mit 2/3 der Stimmen der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

Die gefassten Beschlüsse sowie Form und Ergebnis der Wahlen sind zu beurkunden. Die Niederschrift ist vom Ersten Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnen.

§ 12 Auflösung der Gesellschaft

Die Auflösung der Gesellschaft kann nur durch einstimmigen Beschluss der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung erfolgen. Diese Absicht ist bei der Einladung allen Mitgliedern bekannt zu geben.

Im Falle der Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Gesellschaft an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft, im Besonderen

  • die Bibliothek und das Archiv an die Universität Regensburg;
  • das Herbarium an die Universität Regensburg oder im Einvernehmen mit der
  • Universität Regensburg an die Botanische Staatssammlung München;
  • die gesellschaftseigenen Schutzgebiete an eine als gemeinnützig anerkannte Naturschutzorganisation, jeweils unter der Bedingung der Erhaltung ihrer Zweckbestimmung;
  • die Stiftungen zweckgebunden an staatliche oder gemeinnützige Organisationen.
zur Verwendung für deren gemeinnützige Zwecke.

Diese Satzung wurde von der ordentlichen Mitgliederversammlung der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft am 6. Februar 2006 beschlossen. Die Artikel 3 und 12 wurden auf den ordentlichen Mitgliederversammlungen vom 5. Februar 2007 und 9. Februar 2009 geändert.

Mitgliedschaft

Die Ernennung von Mitgliedern erfolgt durch Wahl in der Hauptversammlung auf Vorschlag eines Mitgliedes. Die an den Zielen der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft von 1790 und an einer Mitgliedschaft Interessierten mögen sich an ein Mitglied oder an die Vorstandschaft wenden. Es wird den Mitgliedern nahegelegt, durch regelmäßigen Bezug der Hoppea und/oder der Regensburger Mykologischen Schriften zum Mitgliedervorzugspreis die Bestrebungen der Gesellschaft zu fördern.

MitgliederverwaltungJürgen Klotz,
Institut für Botanik,
93040 Regensburg
juergen.klotz@ur.de

Beitrittsantrag

Adressänderung

Adressenänderung

Die Mitglieder werden gebeten, Adressenänderungen umgehend an die Mitgliederverwaltung der Gesellschaft mitzuteilen, da beim Versand der HOPPEA sonst erhebliche Unkosten anfallen – soweit möglich bitte per E-Mail an juergen.klotz@ur.de.


E-Mail Adresse

Bitte teilen sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit. Wir würden diese gerne zur Kostenersparnis für die Versendung unserer Mitteilungen benutzen. An: juergen.klotz@ur.de.

Spende

Ihre Spende ist steuerlich abzugsfähig.

Bank:Postbank Nürnberg
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Empfänger:Regens. Botan. Gesellschaft e.V.
Verwendung:Spende